Auf dem Gipfel der Leidenschaft, Höhe 372 cm, Günther Fahrner 2009.
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MetallplastikenKunst als Befreiungsprozess |
Torso, Annemarie Fahrner 2009, Höhe 190 cm. |
Ein Künstler will verführen. Er lädt dazu ein ein paar Schritte an seiner Seite zu gehen und an seiner Welt teilzuhaben. Es gibt aber einen bedeutenden Unterschied zur klassischen Verführungskunst. Für einen Eroberer ist das Ziel klar. In der Kunst hingegen kann nur der Weg das Ziel sein. Wäre das Ziel erreicht so gäbe es wohl keine Kunst mehr. Kunstwerke sind unendliche Annäherungsprozesse an die Welt, die sich immer wieder erfolgreich aus der Umarmung entwindet, um frei zu bleiben. Die ewige Eroberung ist ein Geschenk und ein Fluch zugleich.
"Die
künstlerische Tätigkeit ist weder sklavische Nachahmung, noch
willkürliche Erfindung, sonder freie Gestaltung."
Wie ein flüstern im Wald stelle ich die Stahlplastiken der Welt entgegen. Einer lauten Welt, die auf der ständigen Flucht vor sich selbst ihr Tempo ständig erhöhen muss. Die Ruhe und Beharrlichkeit machen die Skulpturen stark und gefährlich. Sie werden zu Hindernissen für schnell Eilende, sie werden zur Gefahr. Kunst ist eine Gefahr, eine große Gefahr für blind Dahinrasende. |
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Vor
ca. 6000 Jahren wurde in Sumer und Ägypten Eisen von Meteoriten genutzt.
Metall
erlaubt durch seinen Charakter keine Hast.
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Torso, Annemarie Fahrner 2009, Höhe 190 cm. |
Heraklit; Aluminiumguss geschweißt, Höhe 55cm, Günther Fahrner 2011. |
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Sinnliche Orthopädie, Skulptur aus Titan und Edelstahl (künstliche Hüft- und Kniegelenke) Günther Fahrner 2010 |
Wo liegt die Wahrheit der Musik? |
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Feuerträger, Günther Fahrner, 2006. Höhe 270 cm
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Humor
und Kunst stehen sich sehr nahe. Beide erfordern eine kritische Distanz
zur Wenn
ein Kunstwerk auch humoristische Elemente hat, dann halte ich es für
Trotz
der allgemeinen abstrakten Zielsetzung die der Befreiungsprozess in der
Kunst verfolgt ist es doch wesentlich den Schritt über die konkrete
Materialisierung, die Vergegenständlichung einer bestimmten Thematik
zu gehen.
Die Ontologie ist die Lehre vom Sein. Sie versucht indem sie das denkerische Vermögen nutzt dem Sein näher zu kommen. Auch Kunst umkreist das Sein. Kunstwerke sind ontologische Gleichnisse, oder vielleicht sogar ontologische Ankerpunkte. |
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Vermutlich ist das archetypische Wissen und Erleben die entscheidende Basis für die Kunst. Archetypen die sich immer wieder in der Gegenwart konkretisieren und somit zu einer Verdichtung und Vertiefung führen. Kunst als Verdichtungsprozess der immer wieder neue Formen und Wege finden muss. Die Frage ist, wie kann ich im hier und jetzt die maximale Dichte und Intensität erreichen. Wie gelingt es mit den immer begrenzten Mitteln diese Aufgabe zu erfüllen. Das erfordert kreative und freie Wege.
"Alles
was nach Fertigstellung deiner Arbeit geschieht, |
Feuerträger, Günther Fahrner, 2006. Höhe 270 cm
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Industrieregion
Ötztal Bahnhof - eine Allegorie
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"Industrieregion
Ötztal Bahnhof - eine Allegorie"
Ein
Zahnrad wird von einer Frau und einem Mann hochgehalten. Das Zahnrad,
ein Symbol für die Industrie, bildet gemeinsam mit den zwei Personen
eine Einheit. Es besteht eine energetische Verbindung mit dem Zahnrad
und auch zwischen den Menschen über dieses. |
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gnothi
seauton - erkenne dich selbst
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Künstlerische
Arbeit ist nicht nur kreative Tätigkeit, sondern auch ein Erkenntnisprozess. Sie
entziehen sich oft In diesem Sinne definiert auch J.C. Ammann in seinem Buch "Bei näherer Betrachtung" Kunst wie folgt: "Das Kunstwerk ist vielmehr ein sinnlich wahrnembarer Denkgegenstand."
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gnothi
seauton - erkenne dich selbst
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Gehirnskulptur, Günther Fahrner 2009. Höhe 340 cm
Ein
Kunstwerk krallt sich wie ein Adler in das Fleisch der Welt - oft schmerzlich,
verletzend.
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Kallisto,
Günther Fahrner 2007. Höhe 400cm |
Basis der Kunst ist Selbständigkeit und Freiheit. Diese fordern die Bereitschaft die Spannung der Ruhe auszuhalten. Und diese Bereitschaft sich der Angst vor der Ruhe zu stellen steht in diametralem Gegensatz zur gesellschaftlichen Tendenz (was bereits der Kunst- und Medientheoretiker Günther Anders beschrieb) die Angst vor Selbständigkeit und Freiheit durch den Konsum auf allen Ebenen zu ersticken. Allein durch diese Tatsache steht ein Künstler am anderen Ende, ja geradezu außerhalb der Gesellschaft. |
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Kallisto, Günther Fahrner 2007. Höhe 400cm
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Die
Skulpturen sind Ergebnis aus dem Bemühen durch die Kraft der Symbole Dieser
Prozess kann nie |
Feuerspinne, Annemarie Fahrner 2008
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Feuerspinne, Annemarie Fahrner 2008
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Seit
der Theorie der Ästhetik von Benedetto
Kunst
ist ein Schiff auf dem stürmischen |
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| Katharina
von Alexandrien, die Schutzpatronin der Buchdrucker, wurde in den mythologischen Erzählungen vom römischen Kaiser Maxentius zum Tode durch Rädern verurteilt. Kräfte aus dem Jenseits kamen ihr zu Hilfe und retteten sie vor dem sicheren Tode.
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Katharina
von Alexandrien, Höhe 400 cm
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"Der Tiroler", Günther Fahrner 2009, Höhe 100 cm
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Das Material
Metall, die Größe und die Thematik der Skulpturen verleihen ihnen eine Präsenz der man sich nur schwer entziehen kann. Sie fordern einen
Dialog, eine Auseinandersetzung.
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Vögel bauen gerne Nester in den Skulpturen.
Kunst die nicht von der Welt handelt ist blind und stumm!
Über Kunst zu reden ist immer auch eine Lüge!
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Immanuel
Kant unterscheidet in der Kritik der Urteilskraft zwischen dem Schönen,
das von selbst gefällt, und dem Erhabenen. "Erhaben ist das, was
durch seinen Widerstand gegen das Interesse der Sinne unmittelbar gefällt".
Diesen Aspekt finde ich sehr wichtig und spannend. Gerade Objekte die aufgeladen
sind mit archetypischen Inhalten sind oft bedrohlich. Und bei dieser Bedrohung
bleibt so mancher Betrachter hängen und dringt nicht weiter vor.
Die Welt stellt sich dem Betrachter als ein nebeneinander von Dingen, Ereignissen und Handlungen dar.
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"Das
Bekannte überhaupt ist darum weil es bekannt ist, nicht erkannt."
Schreibt Hegel in der Phänomenologie des Geistes.
Der Zufall, dass ein Stück Schrott in dieser oder jener Weise verschweißt wird, hat zu tun mit der Notwendigkeit, mit der zwar peripheren und dennoch gewaltigen Möglichkeit ein Zeichen in die Eiche der Welt zu ritzen.
Kunst ist immer ein geistiges Produkt nie ein materielles. |
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